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Studien zur Lehrergewalt

Auch in der Forschung ist das Thema „Lehrergewalt“ bislang stark tabuisiert. Politische Ziele und Forschungsgelder bestimmen die Möglichkeiten und Freiheiten  der Wissenschaft.

 

Leider wird das Thema „Schülergewalt“ fast immer völlig abgeschnitten vom Thema „Lehrergewalt“ betrachtet und abgehandelt. Dabei wird völlig übersehen, wie sehr gewalttätige und sarkastische Lehrkräfte durch Beispiel und Demütigungen zur Entstehung und Ausbreitung der Gewalt unter Schülern beitragen.

 

Statt alle Ursachen sachlich zu erforschen konzentriert man sich auf scheinbar einfache Lösungen wie  „Probleme im Elternhaus“ oder „Computerspiele“ als Verursacher.

 

LOA verfügt bisher noch über keine eigenen Studien oder wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema. Aber wir beobachten und tauschen uns direkt mit Betroffenen aus, halten Kontakt zu Wissenschaftlern und Experten.

 

 

Studien:

 

 

 

Enttabuisierung von Lehrergewalt

Im Schlagschatten der Vorbilder

Gianna Stifft und Christina Zelz

 

 

Abschlussarbeit SPH/SP, Saxion Hogeschool Enschede
Academie Mens en Maatschappij / Fachbereich Sozialwesen

5-2011

 

Zu Beginn dieser Arbeit wurden zunächst 3 Thesen aufgestellt. Zum einen, dass Lehrergewalt ein Tabuthema ist und zum anderen, dass es in jeder Instanz Gegebenheiten und Prozesse gibt, die es zu einem Tabuthema machen. Beides wurde anhand der Aussagen und theoretischen Untermauerungen belegt. Die dritte These, dass die Integration aufgespürter Prozesse zur Enttabuisierung führen, wird im Kapitel „Handlungsempfehlungen“ in theoretischer Form nachgewiesen. 

 

 

 

Verbale Lehrergewalt

Chancen für die Kommunikation

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich

Departement 1 Studiengang Schulische Heilpädagogik 08/11

Eingereicht von: Barbara Wartmann und Magdalena Gerber

Begleitung: Meike Wolters

 

Thema der Arbeit ist verbale Lehrergewalt und Chancen für die Kommunikation zwischen

Lehrpersonen und Schülern. Die verbale Lehrergewalt gegenüber Schülern wurde bisher

vernachlässigt. Mittels Fragebogen und Gruppendiskussion wurden 40 Jugendliche zu ihren

Erfahrungen zu kränkendem sowie erwünschtem Lehrerverhalten befragt. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass den Schülern die gute Beziehung zur Lehrperson wichtiger ist, als deren fachliche Kompetenz. Ausgewählte Kommunikationskonzepte sollen Lehrpersonen konkrete Möglichkeiten für den Schulalltag bieten. Das Überdenken der Grundhaltung ist in den Konzepten ebenso enthalten wie die Erweiterung der Handlungskompetenz.

 

 

 

 

 

Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt

Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V., Hannover

Dirk Baier, Christian Pfeiffer, Julia Simonson, Susann Rabold

 

Der Studie zufolge geht Mobbing „gelegentlich” auch von den Lehrkräften aus. Über ein Viertel der Schüler gaben an, von Lehrern „lächerlich gemacht” oder „gemein behandelt” worden zu sein. Immerhin 2,5 Prozent der Schüler berichteten, von einer Lehrkraft ein- oder mehrmalig geschlagen worden zu sein. Umgekehrt sind Lehrer auch dem Mobbing durch Schüler ausgesetzt: 20,5 Prozent der befragten Jugendlichen erklärten, einen Lehrer gezielt „lächerlich gemacht” zu haben.  Quelle: Der Westen

 

 

DAK Studie zu Mobbing und Gewalt

 

Beim Mobbing spielen die Lehrer eine große Rolle. Täter geben an, dass bestimmte Schüler bevorzugt werden. Sie sind weniger zufrieden mit ihren Leistungen und haben deutlich weniger Lust auf Schule als Nicht-Täter. Mehr als jedes zweite Opfer von Mobbing und Gewalt gibt an, dass es von den Lehrkräften nicht unterstützt wurde.

 

 

Internationale Studie der Universität London (mit Deutschlandreport)

http://www.gold.ac.uk/connect/index.html

 

Unicef: Gewalt gegen Kinder:

http://www.unicef.de/media/mediathek/I_0077_Gewalt_gegen_Kinder_2006.pdf

 

„Gewalt in Schulen und Bildungseinrichtungen

Außerhalb der Familie verbringen Kinder in der Regel die meiste Zeit in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Gewalt durch Lehrer oder anderes Personal umfasst Schläge, grausame und erniedrigende Formen psychologischer Strafe, Schikane und sexuelle Übergriffe. Oft geschieht dies mit offenkundiger oder stillschweigender Duldung durch Schulaufsicht und Ministerien. In einer großen Zahl von Ländern gehören körperliche Züchtigungen nach wie vor zum Schulalltag. Immerhin 102 Staaten haben die Prügelstrafe in Schulen verboten – gleichwohl ist die Umsetzung nicht immer gegeben.“

 

 

Gewalt in der Schule Bestandsaufnahme 2006

http://www.sowiport.de/fileadmin/user_upload/sowiOnline/Gewalt_Schule_gesamt.pdf

 

Fachpublikationen von Prof. Dr. Kurt Singer, München

· Die heimliche Gewalt der Schule — staatlich gefördert?

· Wenn Lehrer Schüler seelisch verletzen

· „Den Lehrer bring ich um!“ - Karls Kränkung—beinahe ein Amoklauf?

· Schulnöte machen leib-haftig krank

http://www.prof-kurt-singer.de/

 

 

Österreich:

Studie "Gewalt in der Schule", des Instituts für Konfliktforschung in Wien
http://www.ikf.ac.at/a_proj04/a_pro04.htm

 

 

Österreich: Anfrage zu Disziplinarverfahren gegen Lehrer:
http://www.salzburg.gv.at/lpi-meldung?nachrid=19230

 

 

Österreich:

Volker und Susanne Krumm: Was Lehrer Schülern antun

http://www.sbg.ac.at/erz/salzburg/fruehling_2002/krumm_weiss.pdf

 

 

Österreich: Gewalt in der Schule auch von Lehrern:

http://paedpsych.jku.at:4711/LEHRTEXTE/Krumm.html

 

 

Studie aus Bremen

http://www.bremische-buergerschaft.de/drucksachen/132/2313_1.pdf

 

 

Studie aus Hamburg:

http://www.arge.schule-hamburg.de/Archiv/STIGewalt.html

 

 

Studie aus Potsdam:

 

http://www.psych.uni-potsdam.de/files/bew-psychischer-anf.pdf

 

Die Bewältigung psychischer Anforderungen durch Lehrkräfte

(Information über ein Forschungsprojekt an der Universität Potsdam)

Uwe Schaarschmidt, Helga Arold, Ulf Kieschke

Universität Potsdam

 

 

Studie aus München

Technische Universität München  -  Lehrstuhl für Psychologie

 

Positives und negatives Lehrerverhalten aus Schülersicht

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei Herrn Professor  Schmitz für die

freundliche Genehmigung, diese umfangreiche Studie auf unserer Webseite veröffentlichen zu dürfen.

 

Die Ergebnisse zeigen, dass 12% der Schüler und 18% der Studenten mindestens einmal körperliche Gewalt erlebt hatten. 30,7% der Schüler und 46% der Studenten berichten von schweren verbalen Aggressionen und 41% bzw. 23% von leichteren verbalen Aggressionen. Weitere Kategorien negativen Lehrerverhaltens wurden genannt. Nur 1,5% bzw. 1,0% gaben an, kein negatives Lehrerverhalten erlebt zu haben.“

 

 

Studie aus München

http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/357573.doc

(…) 30,1% der Schülerinnen und Schüler sagen, dass sie im vergangenen Halbjahr mindestens einmal von Lehrkräften runtergeputzt oder lächerlich gemacht worden sind. 14,1% der Jugendlichen sind nach eigenen Angaben mindestens einmal von Lehrkräften schlimm beleidigt worden. 2,8% der Jugendlichen geben an, dass sie von Lehrkräften mindestens einmal geschlagen wurden (a.a.O.S.132).

 

An Gymnasien und Realschulen werden Schüler und Schülerinnen häufiger von Lehrkräften lächerlich gemacht als an Hauptschulen, an Hauptschulen werden sie häufiger von Lehrkräften geschlagen.(…)

 

 

Hausarbeit Uni Osnabrück

http://www.fb3.uni-osnabrueck.de/lehrende/sander/praktika/gewalt.doc

 

 

Uni Mannheim: Psychologie des Lehrers

http://www.ew2.uni-mannheim.de/pp/ws0405/userdata/VorlKap10

 

 

Fachartikel Pathologie des Lehrers

http://parapluie.de/archiv/worte/paedagogik/

 

 

Lübeck: Wissenschaftler Holger Strom, zu Lernen und Lehrergewalt:

http://www.luebeck-kunterbunt.de/Buch/Portugal_Interviews.pdf

 

(…)CaC. Was für organisatorische Voraussetzungen sind zu einem effektiven Lernen notwendig?

HOLGER STROHM: Auf jeden Fall, dass endlich einmal demokratische Zustände in portugiesischen und deutschen Schulen eingeführt werden. Schule erhebt zwar den Anspruch zur Demokratie zu erziehen, aber das Gegenteil ist der Fall. Weder Eltern, noch Schüler haben ein wirkliches Mitspracherecht. Die „Zeit“ stellte am 20. Oktober 2005 (S.41) fest: „Der wirkliche Einfluss der Eltern in der Schule tendiert gegen null… Unsere Kinder sind der Schule ausgeliefert… Wenn man etwas in der Schule kritisiert, bekommt es am Ende immer das eigene Kind zu spüren.“ In den erfolgreichen Pisa-Ländern ist das anders. In Skandinavien haben die Eltern nicht nur das Recht über alle schulischen Dinge wirklich mitzubestimmen, sondern sie dürfen schon beim Bau einer neuen Schule ihre Ideen mit einbringen. In Neu-Seeland und beispielsweise in der Schweiz muss die Einstellung eines Lehrers bzw. die Verlängerung seines Vertrages von den Eltern bestätigt werden. So haben unfähige, sadistische Lehrer im Gegensatz zu Portugal und Deutschland keine Chance, weiter Schüler zu quälen. Deutschland ist auch schulmäßig gesehen keine Demokratie. Im Gegenteil! Der Philosoph Samuel Hilf stellte schon vor Jahren fest: „Die deutsche Schule ist das letzte Bollwerk des Nationalsozialismus!“

CaC: Was sollte man mit gewalttätigen Lehrern, die Schüler quälen, machen?

HOLGER STROHM: Auf jeden Fall aus dem Schuldienst entfernen. In Deutschland geschieht das nicht. Dort ist wie in Portugal die Lehrergewalt gegenüber hilflosen Schülern schon fast Staatsräson. Und selbst bei ernsten Verstößen gegen alle pädagogischen und strafrechtlichen Normen decken Schulbehörden, Gerichte, Presse und Gesellschaft in aller Regel gewalttätige Lehrer. Dies bringt die Lernmotivation der Schüler nicht nur auf Null, sondern führt zudem zu einem „Kreislauf der Gewalt“. (…)

 

Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern,

als ein Atom.

 

Albert Einstein

 

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„Die Untersuchung der Gewalt, die von Lehrenden Schülern gegenüber ausgeübt wird, ist in Deutschland nicht möglich, denn die Behörde, die solche Untersuchungen genehmigen muss, ist gleichzeitig oberster Dienstherr der Lehrenden.“

 

Mechthild Schäfer und Stefan Korn