Flussdiagramm: Alternativer Prozess:   Lernen  Ohne  Angst    e.V.

 

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Man lernt nur von dem, den man liebt.

 

Johann Wolfgang von Goethe

Das Geheimnis der Erziehung liegt in der Achtung vor dem Schüler.

 

Ralph Waldo Emerson (amerikanischer Philosoph)

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Tipps zur richtigen Schulwahl

 

LOA Tipps:

 

 

Opferkinder schützen und stärken

 

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Prävention durch Selektion oder Qual ohne Wahl?

 

Zur Zeit ist unser selektives Schulsystem verdientermaßen unter starken Beschuss geraten. Kinder werden bereits sehr früh einsortiert und aussortiert.

Aber wie schaut es auf der anderen Seite aus? Wie kritisch und selektiv sind Eltern bei der Wahl der richtigen Schule für ihr Kind?

 

Wäre es vermessen zu behaupten, dass bei der Anschaffung eines Neuwagens oft gründlicher geplant und geprüft wird, als bei der Wahl der Grundschule?

 

Dabei wird häufig übersehen, dass in dieser GRUNDschule auch die GRUNDlagen für das spätere Leben und Lernen gelegt wird. Hier entscheidet sich, ob ein junger Mensch auch später mit Freude und Begeisterung lernt oder ob das Flämmchen der Neugier, der Wissensdurst und oft auch seine Lebensfreude im Keim erstickt werden.

 

 

Tipp 1           Stiftung Warentest  - seien Sie kritisch

 

Niemand findet es anstößig oder anmaßend, wenn allüberall getestet, geprüft, verglichen und sorgfältig ausgewählt wird. Stiftung Warentest und Co. boomen, der Verbraucher ist kritisch und das ist gut so. Warum wird ausgerechmet bei  bei der Schulwahl immer noch völlig kritiklos viel zu oft der leichteste Weg beschritten. Warum gilt es fast schon als Majestätsbeleidigung, wenn Eltern Schulen kritisch unter die Lupe nehmen?

 

 

Tipp 2    Schauen Sie sich gründlich um

 

Günstigstenfalls sollte man sich bereits bei der Wahl des Wohnsitzes ein Bild von der Schullandschaft machen. Ansonsten empfiehlt es sich, die zuständige Grundschule schon 1-2 Jahre vor Einschulung genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wenn man sich zum Beispiel bei einem Spaziergang während der Pausenzeiten den Schulhof genauer ansieht, kann man feststellen, ob die Aufsichtspflicht ernst genommen wird, oder Lehrergrüppchen ins Gespräch vertieft an der Schultür stehen.

Wie verhalten sich die Kinder, gibt es viele Prügeleien, ist der Schulhof ansprechend und kindgerecht gestaltet, gibt es Spielmöglichkeiten und -geräte?

Sind die Fenster des Schulgebäudes nur zur sichtbaren Straßenseite hin gestaltet? Achten Sie auch auf Graffiti am und rund um das Schulgebäude, auch diese kann sehr aufschlussreich sein.

Prima Gelegenheit: Besuchen Sie mit ihren Kindern Schulfeste. Diese sind meist für alle Bürger geöffnet, gestatten einen sehr guten Einblick, sie können beobachten, wie die Schüler auf jüngere Kinder reagieren und das Sozialverhalten analysieren.

Besuchen Sie die Schule während des Schulbetriebs. Machen Sie einen Spaziergang um das Gebäude herum oder bei offenen Schulgebäuden durch die Schulflure und achten Sie darauf, was Ihnen aus den Klassenzimmern entgegenschallt. Herrscht eine ruhige Lernatmosphäre, lärmen die Kinder, schreien die Lehrer?

 

 

Tipp 3    Informieren Sie sich 

 

Kennen Sie Eltern, die Kinder an dieser Schule haben oder hatten? Hier bekommen Sie Informationen aus erster Hand.

Beobachten Sie, wie Kinder, die dort eingeschult wurden sich verändern. Gehen sie gern zur Schule, haben sie Freude am Lernen oder wirken sie unzufrieden, ängstlich oder aggressiv?

Geben Sie die Namen der betreffenden Schule und Lehrer bei google oder einer anderen Suchmaschine ein. Auch hier können - abseits der offiziellen HP der Schule - interessante Fakten gesammelt werden.

Ein Blick in die Statistik (Wird oft in der Lokalpresse veröffentlicht) kann Ihnen zum Beispiel verraten, wie viele Schüler der betreffenden Schulen den Sprung ans Gymnasium schaffen. Liegt die Rate unter oder über dem Durchschnitt?

Wenn sich die Gelegenheit bietet, sollte man auch Eltern und Schüler der weiterführenden Schulen nach ihren Erfahrungen fragen. Reichten die in der Grundschule erworbenen Voraussetzungen, oder kam es nach dem Wechsel zu erdrutschartigen Einbrüchen?

 

 

Tipp 4    Nehmen Sie Kontakt auf

 

Bereits bei der ersten Kontaktaufnahme können Sie sich einen Eindruck über die Umgangsformen an der Schule und die Zusammenarbeit mit den Eltern machen.

Werden Sie im Sekretariat freundlich empfangen, oder fühlen Sie sich bereits hier unbehaglich? Wie geht man auf ihre Fragen und Wünsche ein?

Bekommen Sie eine Möglichkeit, das pädagogische Konzept einzusehen?

Dürfen Sie das Schulgebäude besichtigen?

Ist es möglich, dort zu hospitieren?

Schauen Sie sich genau an, wie Lehrer, Eltern und Kinder miteinander umgehen. Begrüßt man sich freundlich oder schleicht man im Flur aneinander vorbei?

Wirken die Kinder entspannt und zufrieden?

 

 

Tipp 5    Das unverrückbare Sprengelprinzip?

                 

Bei der freien Schulwahl scheint die Zeit still zu stehen. Immer noch gilt in vielen Bundesländern das Sprengelprinzip und das bedeutet, dass ein Kind die Schule besuchen muss, die ihm gebietsmäßig nach Wohnort zugeordnet wird. Der Wohnsitz und nicht die Bedürfnisse des Kindes entscheiden  - aber wie immer gibt es auch hier Auswege und Umwege zum gewünschten Ziel.

Als erstes empfiehlt sich eine Anfrage beim Schulamt. Manchmal kommt ein Umschulungsgesuch recht gelegen, und man kann sich unbürokratisch einigen.

Bei Privatschulen erübrigt sich diese Anfrage, wer für Bildung zahlen kann, hat automatisch ein Wahlrecht.

Wenn nichts mehr hilft, wenn Sie vorab wissen, dass Ihr Schulamt grundsätzlich keine Ausnahmen genehmigt, kann ein Umzug in den gewünschten Schulbezirk erwogen werden.

 

 

Schlussgedanken

 

Nachdem man sich gründlich über alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert hat, bleibt die Qual der Wahl.

 

Im Mittelpunkt aller Überlegungen muss Ihr Kind stehen, denn bereits hier wird möglicherweise über seine Zukunft entschieden. Grundschulen werden in ihrer Bedeutung leider oft unterschätzt. Hier wird Begeisterung geweckt, Sozialkompetenz erworben,  Lerntechnik geschult, freies Denken gefördert, Lebensfreude vermittelt oder zerstört - hier werden die Weichen gestellt.

 

Niemand kann Ihnen die Entscheidung abnehmen und viele  weitere Faktoren (Kindergartenfreunde, finanzielle und zeitliche Möglichkeiten)  spielen eine Rolle.

Einige der zusammengetragenen Informationen werden vielleicht nicht völlig objektiv sein, aber darf man  sie deshalb ignorieren?

 

Wenn sich beispielsweise Gewaltvorwürfe gegen eine Schule bzw. bestimmte Lehrkräfte hartnäckig halten oder gar ständig erneuern kann man es halten, wie ein Vater, der zu diesem Thema äußerte: „Selbst, wenn nur 10 % der Vorwürfe gegen diese Schule stimmen, ist es immer noch schlimm genug!“ Diese Familie entschied sich dafür KEIN Risiko einzugehen, und wählte eine andere Schule für ihre Kinder.

 

Auch das Beispiel einer Familie, die eine falsche Schulwahl später korrigieren musste macht Mut: „Ja, wir fahren nun täglich viele Kilometer, um unseren Kindern eine schöne und erfolgreiche Schulzeit zu bieten. Aber wir würden dafür noch viel weiter fahren. Das Glück unserer Kinder und unser Seelenfrieden sind es wert!“

 

 

 

Angelika Bachmann

LOA  - Lernen ohne Angst e.V.

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