Flussdiagramm: Alternativer Prozess:   Lernen  Ohne  Angst    e.V.

Betroffene

Wenn eine Lehrkraft gegen ein Kind handgreiflich oder verbal übergriffig wird, verstößt sie nicht nur gegen Gesetze, Vorschriften und Verordnungen.

 

Eltern sind per Gesetz (Allgemeine Schulpflicht) verpflichtet, den Schulen das Wertvollste anzuvertrauen, was sie im Leben haben: ihr Kind. Das Vertrauen der Familien wird durch übergriffige Lehrkräfte massiv erschüttert oder gar zerstört.

 

Das Schweigen der Kinder

 

Es dauert häufig sehr lange, bis Opferkinder über ihre gewalttätigen Lehrer sprechen. Häufig schweigen die Opfer aus tiefer Scham über die empfundene Demütigung oder  halten das gewalttätige Verhalten ihrer Lehrer sogar für rechtmäßig.

 

Gelegentlich berichten Kinder, dass Sie von Lehrkräften durch massive Drohungen und Einschüchterungen unter Druck gesetzt werden, zu Hause nichts von dem zu berichten, was sie in der Schule erleben.

 

Im schlimmsten Fall, machen die Opfer auch im Elternhaus Gewalterfahrungen und schätzen Übergriffe von Erwachsenen deshalb grundsätzlich als legitim ein.

 

Zivilcourage und Hilfe sind gefordert 

 

Erziehungsberechtigte, Lehrer, Behörden - alle Erwachsene sind nach einem Übergriff gesetzlich und moralisch verpflichtet, dem Opferkind zu helfen. Passiert dies nicht schnell und in angemessener Form, kann es zu fatalen und weitreichenden Fehlentwicklungen führen. Das Kind fällt buchstäblich aus dem schützenden Nest, verliert das Vertrauen in sein gesamten Umfeld, nimmt psychischen und physischen Schaden. Gewalt erzeugt fast immer Gegengewalt und wird somit zu einem gesellschaftlichen Problem, weit über die Grenzen der Schulen hinaus.

 

Frühe Weichenstellung

 

Zahlreiche Erfahrungsberichte zeigen, dass in Fällen von Lehrergewalt bereits in einem sehr frühen Stadium die Weichen für den weiteren Verlauf des Konflikts gestellt werden. Wer sich hilfesuchend an Schulleitungen und Behörden wendet, bekommt oft sehr rasch einen Eindruck davon, wie sich die weitere Bearbeitung gestalten wird.

 

Im Idealfall sind alle Beteiligten an einer schnellen, friedlichen und transparenten Lösung interessiert, die auch den Täter-Opfer-Ausgleich berücksichtigt und den Vorfall adäquat aufarbeitet. Zum Beispiel können alle Beteiligten durch (moderierte) Gesprächskreise und Seminare Wege zu einem gewaltfreien Umgang miteinander finden, diese vertraglich fixieren und friedenspädagogisch auswerten. Eine ehrlich gemeinte Entschuldigung der Lehrkraft - mit allen nötigen Konsequenzen - ist für Opfer und Täter weitaus wichtiger und heilsamer als strafrechtliche Konsequenzen.

 

Täterschutz

 

Leider sieht es in der Realität häufig ganz anders aus, und Täter werden mit allen zur Verfügung stehenden Instrumenten geschützt. Statt den Opferkinder und ihren Familien zu helfen, werden sie diskreditiert, verleumdet, gemobbt und ausgegrenzt.

Häufig geschieht dies mit bemerkenswerter Routine und Kälte. Verantwortliche Vorgesetzte und Behörden reagieren nicht selten hochaggressiv auf Beschwerden über Lehrergewalt, als fühlten sie sich persönlich angegriffen und hätten selbst etwas zu verbergen.

 

Unrecht wird zu Recht

 

Wenn Lehrer lügen, drohen, mobben, einschüchtern und Gesetze brechen, tun sie dies in einem geschützten Raum, in dem sie allein die Spielregeln bestimmen und die Karten verteilen. Leider wird ihnen viel zu selten durch couragierte Kollegen, Vorgesetzte oder wirklich engagierte Elternvertreter Einhalt geboten.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, werden Tatsachen so lange verdreht, vertuscht, verleugnet, bis es am Ende nicht mehr um den Übergriff geht, sondern nur noch darum, das Opfer mit vereinten Kräften (Lehrer, Elternschaft, Vorgesetzte) zur Aufgabe, gern auch verbunden mit einem Schulwechsel zu treiben. In diesem Stadium wird auch gern der Wechsel zu einer Waldorf-Schule empfohlen.

 

Tiefer Fall ohne Netz und doppelten Boden

 

Für die Opfer und ihre Angehörigen beginnt oft ein tiefer Fall ins Leere, da viele Eindrücke. Erfahrungen und Emotionen zu verarbeiten sind: Verletzung, Entsetzen, Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht,  Wut,  Angst, und Ekel.

Viele geben zermürbt auf und verlassen die Schule, den Wohnort oder gar das Land, weil sie ihre Kinder vor dem Klima der Gewalt schützen möchten.

 

 

 

 

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 KLICK!

Michael: Die Schule war die schlimmste Zeit meines Lebens. (Michael Ende)

Heinrich: Das Aufgerufenwerden war eine Zeremonie, vor der ich zitterte, meine ganze Schulzeit lang. Und ich schleppte all die Jahre die Fünf hinter mir her, wie ein Sträfling die schwere Kugel an seinen Füßen. (Heinrich Böll)

Günter: Lehrergestalten hatten sich raumgreifend in meinen Träumen breit gemacht. Meine Schulzeit war prägend für mich. Narben blieben, die geheilt noch juckten. Gerüche hielten sich, gegen die kein Lüften half. (Günter Grass)

Thomas: Ich ging in die Schule wie zum Schafott. Zitternd ging ich hinein, weinend trat ich wieder heraus. (Thomas Bernhard)

Hermann: Unsere Lehrer forderten Tugenden von uns, die sie selbst nicht hatten. An mir hat die Schule viel kaputt gemacht, mich herabgesetzt, mich erniedrigt (Hermann Hesse)

Janosch: Das Schlimmste, was ich erlebt habe, war die Schule. Wenn ich das noch einmal erleben müsste, würde ich lieber sterben. Ich will schon allein deshalb keine Kinder haben, weil sie in die Schule gehen müssten. (Janosch)000

Quelle: http://www.prof-kurt-singer.de/vortraege7.htm